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Zubehör

 

Der Sinn der angebotenen Zusatzgeräte ergibt sich aus der eingeschränkten Tauglichkeit von Hörgeräte- und Implantat-Mikrofonen. Sowohl die Frequenzkenndaten, als auch die Empfindlichkeit und Reichweite dieser Miniaturmikrofone ist stark eingeschränkt und keinesfalls vergleichbar mit Leistungen des menschlichen Mittelohres (siehe Audiologie).

 

Mit zusätzlich an Hörsystemen angeschlossenen Geräten (kabelgebunden oder kabellos) kann der Einsatzbereich von Hörgeräten vor allem räumlich erweitert sowie auch die Verständlichkeit gesprochener Sprache erhöht werden.

 

Kabelgebundene Systeme sind:

Zusatzmikrofone, spezielle Tisch- und Richtmikrofone. Das Hörgerät muss dazu entweder mit einem Audio-Anschluss ausgestattet sein, an den sich das Mikrofon mit Kabelverbindung anstecken lässt. Eine weitere Variante sind Mikrofone mit Verstärker. Die Verstärkerlösungen lassen sich sowohl über Audioschuh als auch  über die sogenannte Telefonspule im Hörgerät mit einer Induktionsschlinge oder über ein Induktionsplättchen anschließen.

 

Kabellose Systeme:

Es gibt vier Übertragungsmedien (zweimal elektromagnetische Wellen), besser bekannt als Funk (FM), Induktion, Digitalfunk (GSM) und Lichtwellen hier Infrarotlicht.

 

Funkanlagen Die Übertragung der Funksignale (FM oder digital) an das Hörgerät erfolgt über Sender und Empfänger. Der Sender kann mit verschiedenen Mikrofonen (Richt- Kugelcharakteristik) ausgestattet sein. Er kann auch galvanisch mit einem Audiogerät verbunden sein, das in ein größeres System eingebunden ist. Der Empfänger kann entweder akustisch über Kopfhörer, Ohrhörer oder galvanisch über den Audioschuh oder die induktive Kopplung (Schleife, Plättchen) mit dem Hörgerät verbunden werden.

 

Infrarot-Anlagen Die Signalübertragung erfolgt über Infrarotlicht. Ansonsten gelten die gleichen Anschlussmöglichkeiten wie bei FM-Anlagen.

 

Bluetooth Hörsysteme, die über die aus der Datentechnik stammende Funkverbindungsart nutzen, verfügen in der Regel über ein eingebautes FM-Modul, zumindest aber über eine Induktionsspule. Das Hörgerät koppelt dabei induktiv oder über Standard-FM mit dem Bluetooth-Zusatzsystem. Das Bluetooth-Zusatzsystem kommuniziert dann mir den dazugehörigen anderen Bluetooth-fähigen Geräten wie Mobiltelefonen,  Audio- und TV-Geräten. Das Zusatzgerät enthält in der Regel auch ein Tisch- und Richtmikrofon.

 

Induktive Höranlage wird zum Empfang von Audiosignalen in Konzerten, Kinos und Theatern, gesprochenen Beiträgen bei Veranstaltungen und Vorträgen, in Kirchen usw. verwendet. Die Übertragung erfolgt über ein Magnetfeld welches von einem Verstärker erzeugt wird. Der Empfang erfolgt über die im Hörgerät eingebaute Telefonspule. Es gibt auf dem Markt Induktionsverstärker auch für den Hausgebrauch.

Anmerkung: Diese antiquierte Übertragungsart wird in unserer „elektrischen“ Welt immer problematischer, da jeder Elektromotor und jede stärkere Stromleitung ebenso ein Magnetfeld erzeugt, aber kein Nutzsignal ausser Brummen erzeugt. Störungen sind somit zwangsläufig.  

 

Anbieter solcher Systeme sind:

Alle führenden Hörgerätehersteller und einige Audiosystem-Anbieter. Die Hersteller vertreiben ihre Produkte über Hörgeräteakustiker und Zubehörshops (Links).